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„Ein historischer Tag für Osterburken“

Das neue Feuerwehrgerätehaus der Römerstadt wurde am Freitag mit einer würdevollen Feier eingeweiht

Osterburken. „Die Anwesenheit so vieler Gäste und insbesondere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zeigt, dass heute für die Freiwillige Feuerwehr und die Stadt Osterburken ein historischer und bewegender Tag ist.“ Bürgermeister Jürgen Galm wählte passende Worte in seiner Begrüßungsrede zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses am Freitag in der Römerstadt, war ein neues Domizil doch der lang gehegte Wunsch der Osterburkener Floriansjünger. Rund 250 Menschen – darunter neben zahlreichen Feuerkameraden auch einige Vertreter der Kommunalpolitik, der Stadtverwaltung sowie beteiligter Firmen und Büros – verliehen dem Ganzen einen würdigen Rahmen.

Vor den Grußworten war die Festgemeinschaft – musikalisch begleitet von der Feuerwehr- und Stadtkapelle Osterburken – vom alten zum neuen Feuerwehrhaus gezogen, wo sie vom Fanfarenzug der Stadt Osterburken begrüßt und die Feier in der großen Fahrzeughalle fortgesetzt wurde.

„Nahezu sechs Jahrzehnte war das Feuerwehrgerätehaus in der Hagerstraße 1 das Domizil der Freiwilligen Feuerwehr Osterburken. Zwischen dem Startpunkt unseres Festumzugs und hier liegen aber nicht nur ein paar Hausnummern, sondern geradezu Welten, was die Funktionalität, aber auch das Kostenvolumen von damals und heute betrifft“, erklärte Galm weiter in seiner Rede.

Der Bürgermeister blickte auch auf den Verlauf – von der Planung bis zur Fertigstellung – zurück. Neben dem Gemeinderat, der im Juli 2018 eine Exkursion zu verschiedenen Feuerwehrgerätehäusern in der Region unternahm, verschafften sich auch die Feuerwehrkameraden selbst Eindrücke von und Informationen zu verschiedenen Häusern. Die Informationen flossen letztlich auch in den späteren Neubau in der Hagerstraße 23/1 in Osterburken mit ein.

Der Entwurf im Februar 2019 sah zunächst einen Neubau mit acht Fahrzeugstellplätzen, Funktionstrakt, Schulungsräumen im Obergeschoss sowie einem Übungshof zur Abnahme des Leistungsabzeichens vor. Im Oktober 2019 beschloss der Gemeinderat, den optional geplanten Erweiterungsbau um weitere zwei Stellplätze direkt mit umzusetzen und die Fassade mit Holz zu gestalten. Die Kostenberechnung für das Projekt lag zu diesem Zeitpunkt bei insgesamt 10 650 000 Euro. Das Projekt erhielt eine Fachförderung Z-Feu in Höhe von 410 000 Euro sowie eine Förderung von 1 127 000 Euro aus dem Gemeindeausgleichstock. Der Eigenanteil der Stadt belief sich zu dem Zeitpunkt auf 9 113 000 Euro. Der Spatenstich war dann am 12. November 2021. Am 16. September 2022 wurde das Richtfest gefeiert, und der Abschluss der Baumaßnahmen aller Ausbauwerke erfolgte am 8. Dezember 2023. Bis die Feuerwehr ihr neues Domizil endgültig beziehen konnte, dauerte es noch bis Ende April, unter anderem mussten beim Einbau der Funkzentrale die verschiedenen Funktionen des Gebäudes in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr abgestimmt werden. Nach derzeitiger Kostenfortschreibung (Stand April) belaufe sich das Projekt inklusive Ausstattung auf Gesamtkosten von 11 300 000 Euro, erklärte Galm und sprach damit von einer erfreulichen Nachricht, denn: Dies sei zwar wesentlich mehr als anfangs geplant, aber zwischenzeitlich sei man von über zwölf Millionen Euro ausgegangen.

Landrat Dr. Achim Brötel freute sich: „Das, was hier 159 Jahre nach der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Osterburken entstanden ist, ist ein echtes Feuerwehrgerätehaus der Zukunft.“ Es sei ein modernes, funktionales Gebäude mit zehn Stellplätzen, einem großen Übungshof mit Übungsturm – was die besondere Rolle der Feuerwehr Osterburken bei kreisweiten Ausbildungen und größeren Übungen ideal unterstütze –, Unterrichtsräumen, modernen Sozialräumen, einem Kameradschaftsraum und zeitgemäßen Räumen für die Jugendwehr. „Hier ist also an alles gedacht.“ Das sei auch richtig und wichtig, meinte Brötel, um sich angesichts immer weiter steigender Anforderungen im Bereich der Feuerwehren zukunftsfähig aufstellen zu können. Er kritisierte aber, dass die Fachförderung des Landes für den Bau von Feuerwehrhäusern völlig aus der Zeit gefallen sei. Wenn es bei Gesamtkosten in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags gerade einmal 410 000 Euro Fachförderung gebe, sei das bei weitem nicht ausreichend. Auch der Gemeindeausgleichsstock könne es dann nicht mehr retten. Mehr als 85 Prozent der Kosten seien bei der Stadt Osterburken hängen geblieben, der er ausdrücklich dankte.

Für die Feuerwehr Osterburken sprachen der aktuelle Kommandant, Thomas Stark, und sein Vorgänger Peter Schmitt (seit kurzem stellvertretender Kreisbrandmeister), der das Großprojekt intensiv begleitet hatte. Es sei wichtig, dass die Feuerwehr Osterburken endlich ein Haus habe, das den Zwecken angemessen entspreche, betonte Schmitt. „Wir haben genügend Platz, müssen uns nicht mehr in der Einsatzhalle einkleiden, haben auch gute sanitäre Anlagen, die Ausstattung ist eine ganz andere.“ Thomas Stark erklärte: „Es war für uns eine einmalige Sache, und es hat Spaß gemacht, bei diesem Bau mitzuwirken.“ Eine wichtige lange Reise neige sich dem Ende zu, neue Aufgaben stünden an: „Die neue Heimat kennenlernen, die Abläufe reinbekommen und die Zukunft ansteuern. Jetzt gehts los, und die Feuerwehr freut sich darauf!“

Im Anschluss überreichte Maximilian Otto vom Architektenbüro OHO Architekten PartGmbB aus Stuttgart, das für den Planentwurf verantwortlich zeichnete, den symbolischen Schlüssel für das neue Feuerwehrhaus an Stark, Schmitt und Bürgermeister Galm.

Die Pfarrer Thomas Kuhn und Thomas Schnücker erteilten den Segen für das Gebäude, und Sigrid Albrecht vom DRK-Ortsverein Osterburken mit Abteilung Seckach, Rosenbergs Bürgermeister Ralph Matousek (für die RIO-Gemeinden) sowie Sabine Zimmermann von der Firma AZO hatten tolle Geschenke im Gepäck. Im Rahmen der Feier gab es auch eine Spendenübergabe der Sparkasse Neckartal-Odenwald, der Volksbank Kirnau und von AZO.

Musikalisch umrahmt wurde die würdevolle Einweihungsfeier von der Feuerwehr- und Stadtkapelle Osterburken. Zudem wurde eine sehenswerte Bilderreihe zum Bau des Feuerwehrhauses gezeigt, welche die Kameraden Marcus und Michael Daniel erstellt hatten.

Quelle:

Text Dominik Rechner

Bilder Dominik Rechner/RNZ

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